Verein - Aktivitäten
  
  

Ausgewählte Projekte, die vom Verein zur Förderung des Landesmuseums für Vorgeschichte Halle e.V. finanziell unterstützt wurden:
(Die Beispiele stehen stellvertretend für eine Fülle weiterer geförderter Projekte)

  
  

2010

Im Rahmen der Landesausstellung „Pompeji - Nola - Herculaneum. Katastrophen am Vesuv“ hat die Besucherbetreuung des Landesmuseums neue Führungen, Veranstaltungen und ein zusaätzliches museumspädagogisches Programm entwickelt und vorbereitet. Dank einer großzügigen Förderung durch den Museumsverein wurde die Museumspädagogik in die Lage versetzt, zahlreiche Repliken römischer Funde für die Durchführung von speziellen Programmen für Blinde und Sehbehinderte anzuschaffen. Hierzu gehören z.B. verschiedenste Glas- und Tongefäße, Spielzeug (Tonpuppe, Astragal), ein Dreibein (römischer Tisch), Handspiegel, Steinreliefs, Statuetten, Arztinstrumente, Toilettbesteck (Pinzette, Ohrlöffel, Nagelschneider) sowie Originalmünzen. Anhand dieser originalgetreuen Nachbildungen bzw. Originale können die Teilnehmer ungezwungen ertasten, wie man sich z.B. das Konterfei eines römischen Kaisers auf einem Denar oder ein Gerät zur Wundbehandlung vorzustellen hat.

Antragstellerin war die Besucherbetreuung unter der Leitung von Frau Monika Bode.

  
  

2011

Bei der Radiocarbondatierung (14C-Datierung) eines Pferdeskelettes von Peißen bei Bernburg geht es um die Frage des ersten Auftretens von Hauspferden in Mitteldeutschland. Allgemein geht man hier von einem Datum in den Jahrhunderten um 3.000 v. Chr. aus. Der Hengstschädel von Peißen stammt aus einer undatierten Grube im Bereich einer Siedlung der jungneolithischen Salzmünder Kultur (ca. 3.400-3.000 v.Chr.). Sollte die naturwissenschaftliche Datierung die Zugehörigkeit des Schädels zu der Siedlung bekräftigen, wäre dies zusammen mit einem entsprechenden Fund aus dem gleichzeitigen Grabenwerk von Salzmünde (Saalekreis) ein weiterer wichtiger Hinweis auf die frühe Nutzung von Hauspferden in Mitteleuropa.

Der Antrag auf Förderung wurde von Herrn Dr. Hans-Jürgen Döhle, dem Archäozoologen des LDA, eingereicht.

Allen Vereinsmitgliedern ein herzliches Dankeschön für diese Unterstützung des Landesmuseums und der Landesarchäologie!